Positives Denken

Positives Denken:

 Aufgaben zu positivem Denken:

  • notiere alle deine Sätze, die negativ sind, obwohl du etwas positives ausdrücken willst
  • bilde dir eine Liste von Affirmationen für einen guten Tag nur mit positiven Worten
  • wenn du mit jemandem sprichst, benutze nur noch positive Worte
  • sieh in allem das Positive (vom Pessimist zum Optimist)

Wir leben in einer Gesellschaft, wo Negativität eine große Rolle spielt. Wirtschaftlich gesehen, ist Negativität viel ergiebiger als Positivität. Schauen wir uns allein die Nachrichten an, so ist es eine gute Schlagzeile, wenn es schlimm genug, böse genug oder halt eben negativ genug ist. Positive Dinge werden selten auf Ganzfarbseiten abgebildet. Mit der Negativität kann man eben die besten Geschäfte machen.

Die hat zur Folge, dass wir uns allmählich zu Wesen entwickeln, die Negativität als Basis ihres Seins erleben. Es ist uns schon fast selbstverständlich, stets negativ drauf zu sein, anstatt mit guten, positiven Gedanken unserem Ziel entgegen zu gehen. Dies zeigt sich auch in unserer Sprache. Es ist nicht verwunderlich, dass es kein Wort für Menschen gibt, die nicht rauchen. Hier wird ein Nicht-Wort gebildet, aber ein positives gibt es nicht. Mit Rauchern macht man eben die besseren Geschäfte.

Schau dir einmal Deinen eigenen Sprachgebrauch an. Wie oft benutztst du das Wörtchen NICHT in Deinen Sätzen? Am ehesten merkst du das, wenn du dir eine Liste mit Affirmationen, Einstellsätze für ein besseres Leben, schreiben willst. Dort darf kein Wörtchen NICHT enthalten sein, denn dein Unterbewusstsein kann mit dem Wort NICHT nichts anfangen. Der Beweis: Stell dir jetzt mal NICHT eine rote Tomate vor! Und stell dir ja NICHT vor, wie ein Elefant über die Strasse geht.

Merkst du etwas? Folgenden Merksatz solltest du dir in diesem Zusammenhang zu Herzen nehmen:
„Das, worauf man seine Aufmerksamkeit richtet, wächst!“

Und:
„Jeder Gedanke hat das Bestreben sich zu verwirklichen.“

Mit diesen beiden Sätzen sei denn auch schon alles gesagt, warum du darauf achten solltest, dass deine Sprache sauber ist. Jede Negativität führt automatisch zu weiterer Negativität und jeder Gedanke daran (auch, wenn der Satz offiziell durch das Wörtchen NICHT positiv gemacht worden ist) ebenso.

Sicher hast du es schon viele hunderte Male gehört, wenn Leute sich über das Wetter aufregen. Ein Regentag kann eine Hitzeperiode ablösen, doch die Aussagen darüber sind oft gleich negativ – das schlechte Wetter! Als ob es so etwas geben würde. Jedes Wetter ist gut oder jedes Wetter ist halt schlecht. Niemand spricht darüber, dass er wegen des Regens einen Schirm mitzutragen hat, sondern man schimpft gleich über das Wetter insgesamt.
Negativität pur.

Wie kommt man nun zu einem positiven Denken?
Und was hat dies zur Folge?

Nun zuerst einmal ist es wichtig, dir deine Sprachgewohnheiten anzusehen. Höre dir zu, wenn du mit anderen sprichst. Wie oft nutzt du negative Sätze, die mit NICHT oder KEIN positiv gemacht werden? Jedes Mal, wenn du einen Satz bemerkst, notier ihn dir auf einem Zettel oder gleich in Deine Liste. Dann trage diese am Abend in ein Heft ein, wo du Zeit findest, die passenden positiven Worte oder Sätze dafür zu bilden, denn…

…ob du es glaubst oder nicht, so einfach ist das nämlich gar nicht, plötzlich für alles Positive nur noch positive Sätze bereit zu haben. Mich hat das anfangs selbst viel Mühe gekostet. Manchmal habe ich auch über Tage keine Entsprechung gefunden.

Ein weiteres Merkmal bei positiven Aussagen wird Dein Umfeld sein. Dort wird man schnell feststellen, dass du nicht mehr so negativ drauf bist. Warst du vor einigen Wochen noch gewohnt negativ drauf, hast du nun für alles ein positives Echo. Egal, was passiert, du siehst in allem eine positive Seite. Du wirst verstehen, dass das dein Umfeld nicht straflos hinnimmt.

Veränderungen erkenne ich immer daran, dass Leute sich über mich beschweren oder den Kontakt abbrechen, obwohl ich eigentlich nur wenig anders mache als bisher. Eben eine solche neue Einstellung zur Sprache ist es, dass den anderen zu schaffen macht. Rechne also damit, dass man dich anspricht, du wärst so anders seit einiger Zeit. Also immer wenn du aus unersichtlichen Gründen Freunde verlierst, ohne dein direktes Zutun, steht oft eine Verhaltensänderung von Dir im Raum.

Und: korrigiere andere nicht, wenn sie negative Sätze vorbringen. Damit überforderst du sie nur, denn sie sind nicht an dem Punkt, wo du gerade bist. Wünsche ihnen, dass auch sie zur Positivität finden. Nimm sie an, wie sie sind. Damit schaffst du es dann auch, dich selber besser anzunehmen.